Gebärmuttermyome – Östrogendominanz-Regulationsprotokoll
Gebärmuttermyome – Östrogendominanz-Regulationsprotokoll
Dieses Premium-Protokoll unterstützt Frauen mit Gebärmuttermyomen durch hormonelle Balance, Entzündungsreduktion, Leberentlastung und Immunregulation. Es ersetzt keine gynäkologische Behandlung, kann jedoch Beschwerden lindern, das Wachstum verlangsamen und das hormonelle Milieu positiv beeinflussen – insbesondere durch eine gezielte Regulation von Östrogen, Progesteron, Insulin und Leberstoffwechsel.
Fokus: Östrogendominanz, Entzündung, Gewebeproliferation, Darm-Leber-Achse
Bausteine: Vitex, DIM, Leinsamen, Omega-3,
Curcumin, Silymarin, AHCC®, PMA-Zeolith
Dieses Protokoll ist eine komplementäre Unterstützung und ersetzt keine gynäkologische Diagnostik oder Therapie. Bei sehr starken Blutungen, anhaltenden Beckenschmerzen, schnellem Myomwachstum oder Kinderwunsch ist eine fachärztliche Abklärung zwingend erforderlich.
1. Was sind Gebärmuttermyome?
Gebärmuttermyome sind gutartige Tumoren der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind kein Krebs, wachsen aber unter hormonellem Einfluss und können den Alltag deutlich beeinträchtigen.
Häufige Symptome sind u. a.:
- starke Menstruationsschmerzen,
- starke oder verlängerte Monatsblutungen,
- Druckgefühl im Becken, Blähungen, Harndrang,
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
- Müdigkeit durch chronische Blutverluste.
Eine zentrale Rolle spielt die Östrogendominanz: ein relativer Überschuss von Östrogen im Verhältnis zu Progesteron – häufig verstärkt durch Insulinspitzen, Leberüberlastung, Xenoöstrogene und chronische Entzündung. Dieses Protokoll zielt darauf ab, genau diese Faktoren schrittweise zu regulieren.
2. Ernährung – Basis der Östrogendominanz-Regulation
2.1 Empfehlenswerte Lebensmittel
- Kreuzblütlergemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Kohl, Grünkohl) – reich an I3C & DIM,
- ballaststoffreiche Kost (Leinsamen, Hafer, Hülsenfrüchte) – fördert Östrogenausscheidung,
- hochwertige Fette: Olivenöl, Avocado, Nüsse, Samen,
- fettreicher Fisch (z. B. Lachs, Makrele, Sardinen) – natürliche Quelle für Omega-3.
2.2 Zu reduzieren
- Zucker & Süßwaren,
- weißes Mehl & stark verarbeitete Produkte,
- raffinierte Pflanzenöle (Sonnenblume, Mais, Soja, Raps),
- fettreiche Milchprodukte,
- übermäßiger Alkoholkonsum.
2.3 Stoffwechsel & Insulin
Eine kohlenhydratbewusste Ernährung und intermittierendes Fasten (z. B. 14/10 oder 16/8) senken Insulin & IGF-1 – Wachstumsfaktoren, die hormonabhängiges Myomwachstum begünstigen können. Stabile Blutzuckerwerte entlasten gleichzeitig Leber, Hormonsystem und Entzündungsniveau.
3. Hormonbalance – Östrogendominanz reduzieren
3.1 Vitex agnus-castus (Mönchspfeffer)
- unterstützt Progesteron-Östrogen-Balance über die Hypophyse,
- kann Zyklusunregelmäßigkeiten und PMS-Symptome mildern.
3.2 DIM (Diindolylmethan)
- sekundärer Pflanzenstoff aus Kreuzblütlern,
- fördert den Abbau „starker“ Östrogene zu milderen Metaboliten,
- unterstützt ein günstigeres Östrogenmetaboliten-Profil.
3.3 Leinsamen (Lignane)
- 2 EL/Tag frisch gemahlen,
- Lignane können starke Östrogenwirkungen an Rezeptoren abmildern,
- Ballaststoffe fördern die Ausscheidung von Östrogenmetaboliten über den Darm.
3.4 Vitamin D3 + K2 (MK-7) + Magnesium-Bisglycinat
- unterstützen Immunsystem, Entzündungsregulation und Hormonbalance,
- Vitamin D3 sollte regelmäßig im Blut kontrolliert werden (Zielbereich individuell, häufig 60–100 ng/ml),
- Magnesium-Bisglycinat wirkt entspannend auf Muskulatur & Nervensystem.
4. Entzündungshemmung & antiproliferative Unterstützung
4.1 Curcumin-Präparate
- stark entzündungsmodulierend,
- können proliferative Prozesse im Myomgewebe bremsen,
- unterstützen antioxidativen Zellschutz.
4.2 Grüntee-Extrakt (EGCG)
- antioxidativ und antiangiogen,
- unterstützt die Begrenzung von Gefäßneubildung im Myom.
4.3 Resveratrol / Quercetin
- stark antioxidativ,
- regulieren Zellwachstum und lokale Entzündung,
- ergänzen Curcumin & EGCG sinnvoll in einem Anti-Entzündungs-Protokoll.
5. Leberentlastung & Östrogenentgiftung
5.1 Silymarin-haltige Präparate
- unterstützen Phase-I- und Phase-II-Entgiftung in der Leber,
- fördern Östrogenabbau und schützen Leberzellen,
- sind besonders wertvoll bei Anzeichen von Leberbelastung (Fettleber, Müdigkeit, Völlegefühl).
5.2 PMA-Zeolith
- Start: 1 Kapsel/Tag, langsam steigern bis z. B. 3 Kapseln morgens + 3 abends,
- mindestens 2 Liter Wasser täglich trinken,
- 2 Stunden Abstand zu Medikamenten einhalten,
- bindet Toxine & Schwermetalle, reduziert oxidativen Stress,
- entlastet Darm-Leber-Achse und kann hormonelle Dysbalancen indirekt verbessern.
6. Immununterstützung & systemische Entzündungsregulation
AHCC® (immunmodulierender Pilzextrakt)
- unterstützt NK- und T-Zell-Aktivität,
- kann systemische Entzündungsprozesse modulieren,
- stärkt Immunsurveillance bei hormonabhängigen Gewebeveränderungen,
- wird häufig mit 2–3 Kapseln/Tag über mehrere Monate eingesetzt (in Abstimmung mit Fachpersonen).
7. Weitere Mikronährstoffe & Stoffwechselunterstützung
- Jod (z. B. aus Kelp) – nur bei gesunder Schilddrüse und nach ärztlicher Empfehlung,
- Selen (z. B. 1 Paranuss/Tag oder gezielte Präparate) – antioxidativ & schilddrüsenunterstützend,
- Omega-3-Fettsäuren – 1–2 Kapseln/Tag zur Entzündungsmodulation und Gefäßgesundheit,
- Natürliches Vitamin E – zellschützend & hormonmodulierend (Dosierung nach Empfehlung).
8. Lebensstil – tägliche Schritte für Myomgesundheit
8.1 Xenoöstrogene minimieren
- Plastik (v. a. BPA) reduzieren, Glas und Edelstahl bevorzugen,
- kosmetische Produkte ohne Parabene & hormonaktive Zusätze wählen,
- möglichst pestizidarme Lebensmittel (Bio, „Dirty Dozen“ beachten).
8.2 Bewegung & Stressreduktion
- regelmäßige sanfte Bewegung (Gehen, Yoga, Schwimmen, moderates Krafttraining),
- Stressmanagement (Atemübungen, Meditation, Pausen im Alltag),
- ausreichend Schlaf (meist 7–9 Stunden) zur Regeneration von Nerven-, Hormon- und Immunsystem.

